Zum Auftakt
Vorwort
Die Schatten der covidbedingten, monatelangen Beschränkungen, unsere Kinder und Verwandten in Wickersdorf zu treffen, verzogen sich im laufenden Jahr nur langsam. Immer wieder wurde uns bewusst, wie schmerzlich die Trennungen waren, aber es wurde auch deutlich, wie sehr wir den Betreuerinnen und Betreuern in der Lebensgemeinschaft vertrauen konnten, den Bewohnern, unseren Kindern, ein Leben in Ruhe und mit frohen Erlebnissen zu ermöglichen. Diese Leistungen sind uns noch sehr gegenwärtig und auch die Freude, hier mit einer kleinen finanziellen Anerkennung unsere Dankbarkeit zu zeigen.
Natürlich gibt es immer wieder besonders belastende Situationen, wenn die Bewohner der Lebensgemeinschaft intensive gesundheitliche Schwierigkeiten erleiden, die ganz besondere Aufmerksamkeit und Fürsorge erfordern. Durch die Einbeziehung jeweils nicht betroffener Eltern aus den Vorständen von Förderkreis und Förderstiftung in Überlegungen, wie in solchen Fällen möglichst gute Lösungen erzielt werden können, wird die Lebensgemeinschaft in besonderer Weise als Gemeinschaftsaufgabe wahrgenommen. Es hat sich ein vertrauensvolles Miteinander entwickelt, mit großer Achtung vor der oft aufopfernden Bereitschaft, Pflegeaufgaben auch nachts wahrzunehmen.
Leider sind die gesetzlichen Vorgaben zur Finanzierung von Nachtdiensten sehr restriktiv. Das bedeutet, dass die Betreuerinnen und Betreuer einer Wohngruppe auch nachts die erforderlichen Pflegeleistungen erbringen müssen. Wie überhaupt die Einlösung des Versprechens einer lebenslangen Betreuung bei behinderten Menschen in zunehmendem Alter und damit auch höherer Wahrscheinlichkeit von Erkrankungen immer schwieriger wird.
Gerade jetzt, zu Beginn des Winters, erkranken auch viele der Betreuerinnen und Betreuer. Deren Aufgaben müssen von den nicht erkrankten übernommen werden. Dazu kommt, dass immer mehr Bewohner während der Weihnachtszeit nicht mehr zu ihren Familien gehen können. Das stellt für alle Betroffenen eine große Belastung dar. Die Übernahme solch zusätzlicher Aufgaben verdient unser aller große Anerkennung und Dank.
Allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Lebensgemeinschaft wünschen wir Eltern und Angehörige ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein gutes neues Jahr mit vielen schönen Erfolgserlebnissen.
Text: Jürgen Bereiter-Hahn
In Leichter Sprache
Es war schwierig, unsere Kinder und Verwandten während Corona zu besuchen.
Wir sind dankbar für die Betreuer in der Lebens-Gemeinschaft.
Sie sorgen für ein ruhiges und glückliches Leben der Bewohner.
Manche Situationen brauchen besondere Sorgfalt.
Zum Beispiel, wenn ein Betreuter schwer erkrankt.
Die Vorstands-Mitglieder von Förder-Kreis und Förder-Stiftung helfen hier mit.
Diese Hilfe zeigt ihre Wirkung.
Wir helfen uns alle gegenseitig.
Gerade jetzt erkranken viele der Betreuer.
Mitarbeiter, die nicht krank sind, müssen mehr arbeiten.
Das bedeutet: mehr Arbeit für sie.
Wir danken den Betreuern daher für ihre große Hilfe.
Wir wünschen allen Mitarbeitern eine frohe Weihnachts-Zeit und ein glückliches neues Jahr.
