Menschen
Die ganze Welt verändert sich, wenn nur einer fehlt
Der Rucksack auf der Bank, wenn man die Treppe runterkommt … Die Jacke am Schuhregal, die Schuhe daneben …
Immer flog die Tür auf, wenn man morgens bei Heike im Zimmer war und ihr beim Anziehen half. Nichts von dem ist mehr da und auch die Tür fliegt nicht mehr auf. Immer wieder hält man inne und meint, doch die Tür gehört zu haben … Kein „Guten Morgen“ posaunt einem mehr entgegen und ihr Platz bleibt leer.
Was bleibt, ist ein Bild von ihr, gerahmt auf einem Schrank mit einer Kerze daneben, und in unseren Köpfen.
Oft sitzen wir zusammen und sagen: „Nadine hätte das jetzt gewusst!“ Sie war unser wandelndes Lexikon, wenn es um die Gemeinschaft ging. Sie wusste, wer wann Geburtstag hat, wer wo arbeitete und wer welche Telefonnummer hat.
„Niemand mag Klugscheißer!“, das war ihr Satz, und dabei lachte sie in ihrer ganz eigenen, unverkennbaren Art. Häufig gebrauchen wir diesen Satz und denken dabei an sie. Ganz oft denken wir an sie und ganz oft bleibt dabei kein Auge trocken.
Ihr Tod hat eine unsagbar große Lücke ins Halmhaus gerissen, die uns immer wieder jeden Tag schmerzlich bewusst wird. Was würden wir dafür tun, sie wieder zu bekommen …
Text: Die Gruppe des August-Halm-Hauses
In Leichter Sprache
Wenn man morgens bei Heike im Zimmer war, flog die Tür auf.
Alles ist weg.
Auch die Tür fliegt nicht mehr auf.
Manchmal denkt man, dass man die Tür gehört hat.
Man hört nicht mehr „Guten Morgen“.
Und ihr Platz ist leer.
Wir haben ein Bild von ihr.
Es steht auf einem Schrank mit einer Kerze.
Und sie ist in unseren Köpfen.
Wir sitzen oft zusammen und sagen, dass Nadine das gewusst hätte.
Sie war immer für die Gemeinschaft da.
Sie wusste alle Geburtstage, wer wo arbeitet und alle Telefon-Nummern.
Sie sagte: „Niemand mag Klugscheißer!“
Und sie lachte oft.
Wir denken oft an sie.
Ihr Tod hat uns sehr belastet.
Was könnten wir tun, um sie wieder zu bekommen?
