Zum Auftakt
Vorwort
Veränderungen
„Das Geheimnis der Veränderung besteht darin, die ganze Energie darauf zu konzentrieren, Neues aufzubauen, statt Altes zu bekämpfen.“
Wir als Lebensgemeinschaft Wickersdorf können Veränderungen nun mal nicht ausweichen. Wir können auch nicht denken: „Warten wir mal ab, ob wir uns dem, was auf uns zukommt, anschließen oder eben nicht.“
„Auf Veränderungen zu hoffen, ohne selbst etwas dafür zu tun, ist wie am Bahnhof zu stehen und auf ein Schiff zu warten.“
In unser aller Leben unterliegen wir stetigem Wandel – ob es uns immer beliebt, sei dahingestellt. Nehmen wir die Jahreszeiten, sie sind im ständigen Wechsel. Schauen wir auf neu entwickelte Techniken, diese kommen permanent zum Einsatz. Jedes Jahr verändert sich so vieles! Einiges unabdingbar, etliches beabsichtigt, manches erscheint uns unsinnig. Einzelnes ist in den sogenannten Rahmenbedingungen nicht direkt beeinflussbar. Zudem gibt es selten oder nie den richtigen Augenblick, ab wann man sich den Veränderungen stellen sollte.
Das kalte Wasser wird nicht wärmer, wenn du später springst!
Wir sind gesprungen und haben unbeirrt unser Geschick selbst in die Hand genommen.
2024 wurde gleichfalls wieder viel investiert, um eine bessere Nachhaltigkeit unserer Wohngebäude, Werkstätten, Festsaal, Cafeteria oder unserer Außenanlagen zu erreichen. Wir haben auch ausgiebig viel Zeit und Einfühlungsvermögen in Gespräche eingebracht, um ein schätzendes, achtungsvolles Miteinander herbeizuführen.
Nahezu unbemerkt wurden alle Fenster in der Cafeteria ausgetauscht. Unsere Parkanlage wurde beharrlich weiter veredelt. In unserer Festhalle wurde mit dem Bau eines Eingangsportales begonnen. Eine brillante technische Verbesserung der Außenbeleuchtung wird momentan installiert. Und so weiter und so fort. Final ist zu bemerken, dass alles sehr geschmeidig und sprichwörtlich wie in einem Schweizer Uhrwerk abläuft.
Ganz so geschmeidig läuft es nicht, wenn es um das Gewichtigste, das Menschliche in unserer Lebensgemeinschaft geht!
Hier liegt es vermutlich, alle Beteiligten eingeschlossen, an den Perspektiven, welche wohlweislich sehr unterschiedlich ausfallen. Die einen betrachten das Ganze ichbezogen, die anderen sehen es gerade aus einer Stresssituation heraus, die nächsten vergleichen mit früher. Wieder andere beobachten es von außen! Und wenige sind schlichtweg die Träger aller Weisheiten dieser Welt.
Grundlegend ist es aber unbestreitbar, dass sich auch auf diesem Terrain ein Wandel zu einem selbstloseren, achtungsvolleren Miteinander vollzogen hat. Man begegnet sich zunehmend mit mehr Anerkennung und Wertschätzung, man interessiert sich verstärkt für die Belange der Mitmenschen. Es gibt wieder häufiger ein Lächeln, man hört öfter ein Danke oder ein gutes Wort! Es bildet sich, trotz aller Anforderungen, unbemerkt, ganz still und leise, ein wohliges Gefühl zunehmender innerer Ruhe aus.
Wie ist uns das gelungen?
Grundvertrauen als Voraussetzung ermöglichte mehr Freiraum im Ausführen und Handling vieler Aufgaben in unseren Häusern. Es fühlt sich für alle gleichermaßen gut an, familienähnlichen Lebensinhalten folgend, das Tagwerk zu verrichten sowie die Freizeit erfüllend und miteinander zu verbringen. Jedes Haus wurde und wird daher zu einem kleinen Juwel für sich.
In unseren Werkstätten ist es genauso offenkundig, dass mit einem bestimmten Anteil an Verantwortung im Gestalten und Entwickeln das Selbstwertgefühl gestiegen ist. Das Geschehen praxisnah zu begleiten, die unerlässlichen Prozesse den Anforderungen entsprechend selbst steuern zu können, erzeugt einen unwiderruflichen Stolz, etwas für das Zusammenleben in unserer Lebensgemeinschaft beigetragen zu haben.
Alsdann sind sich die Navigierenden in unserer Verwaltung zweifellos im Klaren, dass die in ihrer Verpflichtung liegenden Dinge, welche von ihnen selbst gestaltet und verändert werden können, gleichermaßen Freude und Spaß am täglichen Wirken bringen. Natürlich immer an der Herausforderung wachsend und anhaltend im Kontext der gesetzlichen Möglichkeiten und finanziellen Rahmenbedingungen.
Infolgedessen ist auch in unseren Büros eine konstante, leichte, sich aber vermehrende Substanz an freudiger Zuversicht zu verspüren. Vertrauen wir weiterhin im guten Glauben auf unsere Stärken und lassen den Zeigefinger stecken, mit welchem wir manchmal auf andere zeigen. Folgen wir unserem eingeschlagenen Weg und wir werden erkennen:
Aus einer kleinen, kaum wahrnehmbaren Perle wird behutsam, aber unaufhörlich eine große, weit in die Ferne hinein leuchtende Perle.
Ein aufrichtiges Danke an alle, die uns mit ihrem Herz, mit ihrem Fachwissen, mit ihrer Zeit – auch über die reguläre hinaus – auf dem Weg des stetigen Wandels begleiten! Ein offenherziges Danke an jene, die uns helfen, die Lebensgemeinschaft Wickersdorf in die Zukunft zu tragen!
Ihnen allen eine friedvolle und wunderschöne Weihnachtszeit sowie einen guten Start ins Jahr 2025 bei bester Gesundheit und Zuversicht!
Nun viel Spaß beim Blättern in unserer Glocke – Sie werden staunen, was sich bei uns so alles macht. Vielleicht nehmen Sie während des Lesens der Texte und des Betrachtens der Bilder wahr, was mit dem vorab Beschriebenen gemeint ist. Vielleicht spüren auch Sie eine leise innere Ruhe in sich wachsen. Es würde uns sehr freuen!
Winter am Schulteich
Text: Haiko Jakob
In Leichter Sprache
Veränderung ist wichtig.
Auch bei uns in der Lebens-Gemeinschaft Wickersdorf gibt es viele Veränderungen.
Veränderungen gehören zum Leben dazu.
Das ist wie mit den Jahres-Zeiten:
Es wird Sommer, dann Herbst, dann Winter.
Und immer wieder kommt etwas Neues.
Man muss handeln, wenn sich etwas verändern soll.
Wir haben gehandelt.
Wir haben viel geschafft im Jahr 2024.
Danke an alle, die uns unterstützen!
Danke an alle, die uns helfen, die Lebens-Gemeinschaft Wickersdorf weiter zu entwickeln.
Wir wünschen Ihnen frohe Weihnachten!
Und ein gesundes, glückliches neues Jahr 2025!
