Direkt zum Text
Zur Website der Lebensgemeinschaft Wickersdorf
Die Glocke – Lebensgemeinschaft Wickersdorf – zur Startseite

Aus der Gemeinschaft

Angehörigentreffen

Von Elke Wendler Seite 6 im Heft 4 Minuten Lesezeit

Zahlreiche Angehörige und Betreuer sind der Einladung des Förderkreises Lebensgemeinschaft Wickersdorf e. V., der Stiftung Lebensgemeinschaft Wickersdorf (Förderstiftung) und der Lebensgemeinschaft gefolgt und am 28. Januar 2023 nach Wickersdorf gekommen.

In bewährter Weise stellte die Lebensgemeinschaft die Cafeteria zur Verfügung. Wir danken allen, die für einen warmen Raum und gute Versorgung mit Essen und Trinken gesorgt haben, ganz herzlich. Ein Schwerpunkt des Tages und gewichtiger Anlass für alle zu kommen war das Treffen am Nachmittag zum aktuellen Stand des Sonderfonds für die Förderung des Projektes „Wohn-Betreuungs-Pflege-Gemeinschaft“ (siehe den Beitrag „Gemeinsam gestalten“ in dieser Ausgabe). Am Vormittag war zunächst Gelegenheit, sich über verschiedene allgemeine Fragen und Erfahrungen auszutauschen. Ein paar der besprochenen Themen werden im Folgenden kurz vorgestellt.

Betreuungsrecht

Finanzielle Fragen wie z. B. zu Wohngeld und Erwerbsminderungsrente müssen in jedem Fall individuell geklärt werden. Die Betreuer müssen sich dazu selbst bilden und sich mit den gesetzlichen Regelungen befassen, oder sie nehmen entsprechende Beratungen in Anspruch. Aus dem Kreis der Teilnehmer kam der Hinweis, dass man sich eine aktuelle Broschüre zum neuen Betreuungsrecht vom Bundesministerium der Justiz schicken lassen kann. Die Bitte um Zusendung kann man per Telefon unter 030 182 7227 21 abgeben. Die Broschüre ist inzwischen gedruckt und auch als PDF-Dokument im Netz zu finden: www.bundesregierung.de/breg-de/service/publikationen/betreuungsrecht-735730 (externe Seite)

Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung

Die Lebensgemeinschaft begeht in diesem Jahr ihr 30-jähriges Jubiläum. Das bedeutet auch, dass die erste Generation an Bewohnern ein Alter erreicht hat, in dem Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung wichtige Dokumente sind, die vorliegen sollten. Für eine Vorsorgevollmacht findet man im Internet sehr gute Vorlagen, z. B. auf der Seite des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz.

Eine solche sollte jeder für die jeweiligen Betreuten ausfüllen. Wichtig ist hierbei anzukreuzen, dass die Vollmacht auch nach dem Tod des Bevollmächtigenden noch gilt, weil die Betreuertätigkeit mit dem Tod des zu Betreuenden endet. Schwieriger ist die Erstellung einer Patientenverfügung. Wir können keine für alle geeignete Lösung angeben.

Es gibt folgende Möglichkeiten:

1. die kostenpflichtige Inanspruchnahme eines Notars, 2. die Erstellung mit Hilfe eines Arztes des Vertrauens, 3. die Inanspruchnahme einer geeigneten Beratungsstelle, z. B. durch den Betreuungsverein Saaletal e. V. (www.betreuungsverein-saaletal.de (externe Seite)) und 4. die Erstellung einer Patientenverfügung mittels kostenfreier Angebote im Internet (siehe z. B. www.bundesgesundheitsministerium.de/patientenverfuegung (externe Seite)).

Auf der Seite des Bundesgesundheitsministeriums gibt es dazu auch einen Ratgeber mit möglichen Textbausteinen. Wir alle sind aufgerufen, uns der Herausforderung zu stellen, für unsere Betreuten und mit ihnen diese Dokumente zu erstellen. Entsprechende Erfahrungsberichte sind willkommen!

Würdevolle Bestattung

Das zunehmende Alter unserer Betreuten wirft eine weitere wichtige Frage auf: Wie sichern wir eine würdevolle Bestattung? Sabine und Martin Pietraß haben sich ausführlich damit befasst. Lesen Sie dazu in dieser Ausgabe ihren Bericht „Sind Sterbegeldversicherungen sinnvoll? Ein persönlicher Bericht über das Für und Wider“.

Bewegung und Urlaubsfahrten

Rege Diskussionen gab es auch wieder zu den Themen „Mehr Bewegung“ und Urlaubsfahrten der Häuser. Die Vorstände der beiden Fördereinrichtungen sind dazu in engem Kontakt mit der Lebensgemeinschaft. Inzwischen gab es auch ein persönliches Gespräch mit der Mitarbeiterin, die für das Management der Häuser zuständig ist. Neues zu diesen Themen wird auf der Mitgliederversammlung der Fördereinrichtungen am 29. April dieses Jahres zu berichten sein.

Noch ein Wort am Ende: Alle Angehörigen und Betreuer wünschen sich für ihre Betreuten Abwechslung und Anregung durch kleine Erlebnisse. So wie die Eltern und Angehörigen der ersten Stunde Hand angelegt und beim Aufräumen und Aufbau der Anlagen mitgearbeitet haben, so sollten wir heute darüber nachdenken, welchen Beitrag wir leisten können, um unseren Betreuten mehr Abwechslung zu verschaffen. Eine Geschichte erzählen, ein Märchen vorlesen, singen oder kleine Spiele anleiten? Befragen wir uns selbst und sprechen wir mit den Teams der Häuser!

Text: Elke Wendler

Schrift und Farben

Ihre Auswahl wirkt sofort und bleibt auf diesem Gerät gespeichert.

Schriftgröße
Farben
Zeilenabstand
Leichte Sprache
Vorlese-Tempo